Das Peiner Moormonster schaut freundlich aus dem Nebel hervor. Daneben steht ein Wegweiser.

Ein früher Morgen am Rande einer norddeutschen Kleinstadt

Es ist ein freundlicher Morgen, die Sonne hat sich gerade über den Horizont geschoben. Über den Moorwiesen liegen noch die Nebelschwaden der letzten Nacht.

Immer mehr Vögel beginnen ihre Gesänge und der Wind weht aus der Ferne das Geräusch eines Zuges auf seiner Reise in die benachbarte Landeshauptstadt herüber.

Zwischen Schilf und Wollgras blinzeln zwei große Augen hervor – neugierig, freundlich und ein bisschen schüchtern.

Ein uraltes Wesen, das trotz seines Alters nie erwachsen geworden ist, begibt sich in sein Versteck. Es ist müde von den Aktivitäten der Nacht und möchte nun schlafen. Damit es für die kommende Nacht gut ausgeruht ist – denn es gibt viel Arbeit.

Die Bewohner der nahen Stadt ahnen nicht, wen sie zwischen Moor und Nebel zum Nachbarn haben. Sein letzter Kontakt zu den Menschen ist schon über hundert Jahre her.

So beginnt die Geschichte vom Peiner Moormonster.

Das Moormonster ist kein gruseliges Wesen, sondern ein stiller Begleiter der Moorlandschaft und auch der nahen Stadt – eine freundliche Phantasiegestalt, die Kindern und Erwachsenen ein Lächeln schenken soll.

Die Geschichten, Illustrationen und die Figur „Peiner Moormonster“ sind ein privates Herzensprojekt aus dem Peiner Land in Niedersachsen. Erzählt und gestaltet zwischen Abendrot und Morgennebel von Gerd Schiefer.